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SEO für Online-Shops – Onlineshop für Suchmaschinen optimieren

Als Online-Shop-Betreiber haben Sie wahrscheinlich vor allem ein Ziel: Umsatzsteigerung! Doch um das zu erreichen, müssen Sie im Internet zunächst einmal auffindbar sein für Ihr Angebot. Das heißt, sie müssen sich mit Ihren Shop-Seiten möglichst weit oben in den Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google platzieren.Rankings verbessern mit Suchmaschinenoptimierung.

Professionelles SEO für Online-Shops oder besser gesagt Onlineshop für Suchmaschinen Optimierung ist eine der Möglichkeiten, den Rankings auf die Sprünge zu helfen. Da Suchmaschinenoptimierung von Webshops auf vielen Ebenen stattfinden kann, konzentrieren wir uns in diesem Beitrag erst mal nur auf eine davon: die Content-Optimierung auf Produktkategorieseiten.

Bei Produktkategorieseiten handelt es sich um Übersichtsseiten. Wenn Sie bspw. online Kosmetik verkaufen, verfügt Ihr Shop wahrscheinlich über Kategorien wie Lippenstifte, Foundation und Mascara. Auf der Produktkategorieseite für Lippenstifte bspw. sind dann eben alle Foundation aufgeführt, die Sie im Sortiment haben.

Kategorieseiten für Keyword-Optimierung
Solche Seiten bieten sich für die Suchmaschinenoptimierung von Online-Shops hervorragend an. Sie eignen sich nämlich wunderbar als SEO-Landingpages, mit denen man Keywords bedienen kann wie z.B. „Lippenstifte“. Ihre Kategorieseite für Nagellack sollte dann auf das gleichlautende Keyword optimiert werden.

Im Vergleich zu einer speziellen Produktseite, die nur ein Produkt abbildet, ist die Kategorieseite als Landingpage viel besser geeignet, da der User mit einer Suchanfrage wie “Nagellack” ja nach einer Auswahl verschiedener Artikel sucht. Anderenfalls hätte er seine Suchanfrage konkreter gestellt, z.B. als “Nagellack Chanel”, wenn er schon eine bestimmte Marke im Sinn gehabt hätte.

Durch ein breites Produktsortiment, das auf der Kategorieseite dargestellt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kaufinteressent bei einem Klick auf Ihre Landingpage erst mal einen Überblick über Ihre verschiedenen Produkte verschafft und dementsprechend eine ganze Weile auf Ihrer Kategorieseite bleibt – und je länger die Verweildauer, desto positiver bewertet Google Ihre Seite und belohnt sie mitunter mit guten Rankings.

Verzichten Sie auf die SEO-Optimierung Ihrer Kategorieseiten, kann folgender Fall eintreten: Es rankt eine einzelne Produktseite oder eine andere, nicht zur Suchanfrage passende Kategorieseite am besten für allgemeine Keywords wie bspw. „Perlenkette“. Der User findet auf Ihrer Seite also nicht das, wonach er sucht – nämlich nach einer Auswahl von Perlenketten – und springt wieder ab.

Onpage-Maßnahmen zur Stärkung von Produktkategorieseiten
Um die Relevanz Ihrer Shop-Kategorien gegenüber Ihren Produktseiten zu erhöhen und bessere Rankings damit zu erzielen, sind aus dem Bereich Onpage-SEO zwei Dinge grundlegend bei der Erstellung/Optimierung von Kategorieseiten:

Keyword in Title, Meta Description und H1 der Kategorieseite einbauen

Content auf Kategorieseiten bringen
Meat-Title und Meta-Description sind Bestandteil des kleinen Schnipsels, der in der Google-Ergebnisliste dargestellt wird (s.Bild: Title oben, Description unten). Die H1 ist die erste und für Google wichtigste Überschrift einer Seite. In diesen drei Elementen sollten Sie auf jeden Fall das jeweilige Keyword einer Kategorieseiten unterbringen.
Content-seitig bietet sich als SEO für Online-Shops unter anderen die Implementierung von Textinhalten auf Shop-Kategorien an. Das heißt, bringen Sie relevanten Text auf Ihre Eheringe-Kategorieseite und alle anderen Produktkategorien. Denn über Text verfügen Kategorieseiten meist recht wenig, was in der Natur der Sache liegt, wenn auf solchen Übersichtsseiten in erster Linie Produkte angezeigt werden. Dabei zieht Google gerade aus Text wichtige Informationen, worum es bei einer Seite überhaupt geht und ob diese Seite für eine Suchanfrage zu einem bestimmten Keyword relevant und dementsprechend weit oben ausspielenswert ist.

SEO für Online-Shops: Das ist bei der Texterstellung zu beachten

Damit sich die Generierung von Content positiv auf die Rankings auswirken kann, sind drei Aspekte zu berücksichtigen, wenn Sie Ihre Kategorieseiten betexten:

Dazu gehört zum einen, dass ein Text seinem Leser immer einen informativen Mehrwert bieten sollte. Liefern Sie z.B. Informationen zum Produkt, die eine Kaufhilfe darstellen, und Infos, die Ihre Konkurrenten möglicherweise nicht bieten. Nur so ist die Einbindung eines SEO-Textes gerechtfertigt und zielgerichtet. Wenn Sie bspw. Ihre Perlenketten-Kategorieseite mit einem Text zur Historie der Süßwasserperlenaufzucht künstlich aufblähen, nur um darin möglichst oft Ihr Keyword unterzubringen, merkt Google das und straft thematische Irrelevanz mit schlechten Rankings ab.

Viel hilft viel? Falsch! – Überoptimierung vermeiden
Im Eifer des Gefechts kann es schnell mal passieren, dass ein Keyword zu oft in einem Kategorietext vorkommt. Gehen Sie Ihren fertig geschriebenen Text deswegen auf jeden Fall noch einmal durch und prüfen Sie, ob er von der Leserlichkeit her natürlich wirkt, d.h. das Keyword nicht zu häufig verwendet wurde.

Auch vom bewussten Keyword-Stuffing raten wir dringend ab. Die Annahme, dass sich das Ranking einer Seite verbessert, je häufiger das Keyword darin auftaucht, ist falsch. Schlimmer noch: Die Keyword-Überoptimierung kann sogar von Google abgestraft werden, d.h. Ihre Seite wird im Ranking herabgestuft.

Wie bereits oben erwähnt, sollte das Keyword sinnvollerweise in Title, Description und H1 vorkommen und darüber hinaus evtl. noch in einer weiteren Zwischenüberschrift und zwei, drei Mal im Fließtext – je nach Textlänge. Keine Sorge, SEO-Texte schreiben – das geht mit etwas Übung immer leichter. Wer zum Beispiel aus Zeit- und Ressourcengründen lieber erfahrene SEO-Redakteure für sich texten lassen möchte, der findet in unserer SEO-Agentur Zürich die richtigen Ansprechpartner.

Pole Position für suchmaschinenoptimierte Kategorietexte
Da die Qualität vieler SEO-Texte oft zu wünschen übrig lässt und damit ein langer Text einen Website-Besucher nicht von seiner Kaufabsicht ablenkt, ist es bei vielen Online-Shops noch gängige Methode, den vermeintlich suchmaschinenoptimierten Content möglichst vorm User zu verbergen. Beliebte “Verstecke” befinden sich dann u.a.

im Footer
in der Sidebar
unterhalb der Produkte
Die Google-Suchmaschine ist mit der Zeit aber immer intelligenter geworden und erkennt mittlerweile, was für eine Content-Form (Text, Foto, Video etc.) an welcher Stelle einer Seite platziert ist. Inhalte, die im oberen Bereich positioniert sind, gewichtet Google stärker. Content, der im unteren bzw. weniger sichtbaren Bereich versteckt wird, wird von Google hingegen als unwichtiger eingestuft.

Bei SEO für Online-Shops empfiehlt es sich also, nur den ersten und relevantesten Abschnitt eines Textes inklusive H1 oberhalb der Produktübersicht zu platzieren und den Großteil des Textes unter den Produkten einzubinden. Den ganzen Text oberhalb der Produkte einzubauen wäre zwar SEO-, aber nicht mehr conversionfreundlich: Der Kaufinteressent müsste dann erst mal scrollen, um sich die Produkte anschauen zu können. Der sichtbare Bereich Ihrer Produktkategorieseite sollte in erster Linie aber immer der Darstellung der Artikel vorbehalten sein. Zudem erkennt Google auch, ob es sich bei einer Website um einen Webshop oder bspw. ein Newsportal handelt und erwartet von Online-Shops entsprechend eine prominente Platzierung der Produkte.

Duplicate Content verhindern
Von duplicate Content (zu deutsch: doppelte Inhalte) spricht man in der SEO-Branche, wenn gleicher oder sehr ähnlicher Inhalt unter zwei verschiedenen URLs aufrufbar ist, bspw. unter www,nula.at und unter nula.at. In diesem Fall befindet sich der doppelte Content innerhalb einer Website; ebenso ungünstig für die Rankings kann identischer Inhalt auf zwei Seiten unterschiedlicher Domains sein, also z.B. auf nula.at und nula.de Die Gründe für die Entstehung von duplicate Content sind vielfältig, unerlaubtes Kopieren ist einer davon.
Folgen von duplicate Content für die Rankings
Doch warum ist duplicate Content eigentlich so schlimm und von Onlineshop-Betreibern nach Möglichkeit zu vermeiden? Erstens: Schlimmstenfalls wird Ihre Seite von Google nur als “billige Kopie” einer anderen Seite mit dem gleichen Inhalt wahrgenommen und erhält als Strafe kein oder nur ein schlechtes Ranking, während sich die Konkurrenz weit vorne platziert.

Zweitens: Bei doppelten Inhalten innerhalb Ihrer Domain sorgen die Duplikate mitunter für eine Verschwendung von Crawl-Budget: Statt wichtiger Shop-Seiten crawlt der Google-Bot nur eine irrelevante Kopie und indexiert diese. Qualitativ hochwertige und conversion-nahe Seiten hingegen werden vom Crawler gar nicht erst erreicht und demzufolge auch nicht indexiert.

4 grundlegende Strategien, um duplicate Content zu verhindern
1. Produktbeschreibungen individualisieren
Wenn Shop A, Shop B und Shop C alle den gleiche Produkte von Hersteller XY verkaufen, ist es für die Shop-Betreiber natürlich komfortabel, einfach auf die Produktbeschreibung vom Hersteller zurückzugreifen und diese auf ihrer Produktseite für den Drink einzubauen. Da sind doppelte Inhalte vorprogrammiert. Dass Google ausgerechnet Ihre Produktseite den Konkurrenzseiten vorzieht und in den SERPS anzeigt, darauf sollten Sie es nicht einfach ankommen lassen.

duplicate-content_online-shopsUm dem beizukommen, brauchen Sie unique Content, also individuelle Produktbeschreibungen. Gerade umfangreiche Online-Shops müssten aber eine ganze Reihe von Textern beschäftigen, um all ihren Produkten einen einzigartigen Beschreibungstext zu verpassen – ein unverhältnismässiger Aufwand, auf den auch SEO-technisch gut aufgestellte Online-Shops verzichten. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung gilt deshalb: Masse statt Klasse. Individualisieren Sie (zunächst) die Produktbeschreibungen ihrer wichtigsten Artikel. Wichtig bedeutet in diesem Fall “am umsatzstärksten” und “besonders hohe Marge”. Durch die Individualisierung der betreffenden Produktseiten können diese bessere Rankings erzielen und den Umsatz steigern. Worauf es bei den Texten ankommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Schreiben von SEO-Texten und in unserem Beitrag zu einer zielgerichteten Keyword-Recherche.

Tipp: Um Ihrem Shop gegenüber externen Websites, auf denen Sie Ihre Produkte anbieten, mehr Schub durch Individualität zu verleihen, nutzen Sie den unique Content nur auf Ihrer eigenen Website. Bei Affiliate-Marketing-Vertriebskanälen und Preissuchmaschinen hingegen lassen Sie die Herstellerbeschreibungen stehen.

2. Alarm schlagen bei Content-Klau
Copy & Paste ist trotz Urheberrecht leider immer noch weit verbreitet im WWW und so kann es durchaus vorkommen, dass andere Online-Shops Ihre individuellen Beschreibungstexte unerlaubt kopieren und auf ihren eigenen Produktseiten verwenden. Und schon wieder ist das Netz voller Duplikate! Sie haben sich in so einem Fall zwar nichts zuschulden kommen lassen, aber Suchmaschinen wie Google missinterpretieren manchmal das Erstellungsdatum von Content und werten Ihren Text ggf. als die spätere Variante, also als Dublette. Herbe Positionseinbussen können die Folge sein.

Zwar können Sie die unrechtmässige Verwendung Ihrer Inhalte durch Dritte nicht von vornherein verhindern. Ein praktisches Tool namens Google Alerts informiert Sie jedoch kostenlos, sobald Ihre Texte ein weiteres Mal im Netz auftauchen. Sie können dann postwendend an den Übeltäter herantreten und um Löschung des duplizierten Inhalts bitten oder ggf. rechtliche Schritte einleiten.

3. Produktbewertungen zulassen
Sternsymbole für Bewertungen in Online-ShopsWenn Sie es Ihren Kunden ermöglichen, Ihre Produkte auf Ihrer Shop-Website zu bewerten, bspw. mit einem Sternchen-System und einer Rezension, sind einerseits positive Effekte für die Conversion Rate im Shop zu erwarten. Aber auch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sind Produktbewertungen Gold wert, nicht nur wenn es um das Reduzieren von duplicate Content geht. Snippets mit Sternchen werden in den SERPS nachweislich öfter angeklickt; die Rezensionstexte der Kunden individualisieren Ihre Produktseite.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie für das Produkt keinen individuellen Beschreibungstext haben und sich trotzdem inhaltlich stärker von den Produktseiten Ihrer Konkurrenzshops absetzen wollen. Google liest dann die individuell verfassten Produktbewertungen Ihrer Kunden auf Ihrer Produktseite aus und erkennt die Einzigartigkeit Ihrer Seite. Je mehr und je ausführlichere Rezensionen ein Produkt hat, desto stärker reduziert sich die Deckungsgleichheit zu anderen Produktseiten. Und je individueller die Seite, desto höher die Chancen für ein gutes Ranking.

4. Mehrseitige Produktlisten vom Index ausschliessen
Haben wir uns bisher damit beschäftigt, duplicate Content auf Produktebene zu beseitigen, gibt es auch auf Kategorie-Ebene einen wirksamen Hebel dagegen.

Manchmal verursachen Online-Shops selbst doppelten Content. Nämlich dann, wenn Kategorieseiten-Paginierungen auftreten. Umfasst bspw. die Shop-Kategorie “Hundeleinen” so viele Produkte, dass sie über fünf durchzublätternde Seiten verteilt angezeigt werden, erhält jede dieser Seiten eine Paginierung. Da sich alle diese fünf Seiten vom Aufbau her stark ähneln, sollten Sie dafür sorgen, dass Google nur die erste Seite mit den Hundeleinen indexiert, nicht jedoch die Seiten 2 bis 5.

Kreidetafel mit Whats Next AufschriftUm den vom Shop produzierten duplicate Content für den Index zu sperren, verwenden Sie die HTML-Elemente rel=”next” und rel=”prev” als Hinweis an die Googlebots. Statten Sie den Quellcode der Paginierungsseiten im Head einfach mit einem Link-Tag mit dem rel-Attribut prev und/oder next aus, um das Duplicate-Content-Problem zu lösen. Diese Art der Seitennummerierung zeigt Google eine Beziehung zwischen Teilen von URLs an, also welche Seite jeweils die Vorgänger- und welche die Folgeseite ist. So erhält Google den Hinweis, welche die erste Seite der Produktliste ist, und damit auch, welche Seite bevorzugt in den Suchergebnissen auftauchen soll.

SEO-Schriftzug aus Scrabble-Spielsteinen

Wenn es um die Umsetzung von technischem SEO oder um das Schreiben von keyword-optimierten Texten geht, nehmen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Dienste einer professionellen SEO-Agentur in Anspruch. So wird Ihr Online-Shop auch ohne eigene Mitarbeiter für die Suchmaschinenoptimierung SEO-fit!

Filternavigation für mehr Rankings
Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops lässt sich auf vielen Ebenen umsetzen. Zum Beispiel auf Kategorieseiten-Ebene im Rahmen der Content-Optimierung oder bei der Reduzierung von duplicate Content auf Produkt- und Kategorieseiten.

Ein weiteres Mittel, um die begehrten vorderen Plätze in den Google-Ergebnislisten in Angriff zu nehmen, ohne dabei pro Klick oder Conversion zu zahlen, ist die Filternavigation. Mit ihrer Hilfe kann sich die Anzahl der Rankings Ihres Shops ohne grossen redaktionellen Aufwand erhöhen. Stattdessen ist für die Einrichtung einer Filternavigation in Ihr Shopsystem nur ein einmaliger programmiertechnischer Aufwand nötig. Eine solche Navigation ist aber erst ab einer gewissen Shop-Grösse mit einem umfangreichen Sortiment sinnvoll. Im Bereich Mode, Möbel und Elektronik bspw. arbeiten schon etliche eCommerce-Shops mit Filtern.

Wie funktioniert eine Filternavi im eCommerce?
Doch wie kann eine Filternavi ihren grossen Vorteil überhaupt ausspielen? Ihre Implementierung sorgt dafür, dass Ihr Shopsystem eine Vielzahl neuer, indexierbarer Seiten erstellt – und zwar automatisch; ganz ohne händische Seitenerstellung im Backend und ohne Texterstellung.

Ein prominenter Nutzer einer (userfreundlich umgesetzten) Filternavigation ist der Mode-Online-Shop Zalando, an dem wir die Funktionsweise einer Filternavigation und ihre Bedeutung für SEO einmal exemplarisch durchspielen wollen. Stellen Sie sich also vor, Sie klicken sich in der Zalando-Navigation durch zur Kategorie Damen > Bekleidung > Jeans. Jetzt haben Sie auf der Jeans-Seite die Möglichkeit zu filtern, z.B. nach Marke, Grösse, Farbe, Preis, Material, Anlass etc.

Ansicht einer Filternavigation in einer Kategorie eines Mode Online-Shops

Ziel der Filterung ist eine Verfeinerung der dargebotenen Produkte, sodass der Kunde genau nur die Artikel angezeigt bekommt, die seinem Kaufwunsch entsprechen.

Ansicht eines Kategorie-Filters in einem Mode Online-Shop

Will der Shopbesucher sich nun nur Jeans der Marke Abercrombie & Fitch ansehen, setzt er in der Sidebar das entsprechende Häkchen. Daraufhin lädt sich eine neue, automatisch generierte Seite mit eigener URL, auf der nur Damenjeans dieser Marke angezeigt werden. Und genau wie unser Beispielkunde, arbeitet sich auch der Googlebot durch Navigation und Filternavi vor. Am Ende der Journey findet der Crawler eine Seite mit hoher Relevanz für das Keyword Abercrombie Jeans Damen vor – also für eben jenes Keyword, das der Kunde bei Google eingeben würde, wenn er nach einer solchen Produktauflistung sucht. Ist die Seite besonders relevant für den Suchbegriff, ist ein Seite-1-Ranking gut möglich.

1. Begrenzte URL-Erzeugung:
Blaues Filtersymbol Grosse Online-Shops wie Zalando haben diverse Filter mit mitunter zweistelligen Auswahlmöglichkeiten. Shopbesucher können ausserdem mehrere Filter kombiniert anwenden, z.B. Marke, Farbe, Grösse und Preis, und pro Filter eine Mehrfachauswahl tätigen. Wenn für jede mögliche Filterseite eine eigene URL indexiert wird, kommt eine ungeheure Zahl an indexierten Seiten zusammen. Schnell kommt da der Spam-Verdacht auf und duplicate Content wird Tür und Tor geöffnet. Begrenzen Sie die URL-Generierung also auf ein bis zwei Filter; nur diese Seiten sollten von Google indexiert werden. Die übrigen Filterseiten setzen Sie auf noindex.

Diese Limitierung ist jedoch im Kontext aktueller Suchvolumina zu verstehen: Lassen Sie eine Filterseite dann indexieren, wenn ihr Inhalt ein für Sie relevantes, häufig gesuchtes Keyword bespielt. So sollte z.B. die Filterseite https://www.zalando.ch/damenschuhe-sneaker/adidas/ auf jeden Fall indexiert werden, da das Suchvolumen für Adidas Damen Sneaker beachtlich ist. Filterkombinationen mit der Grösse hingegen können bei der Indexierung vernachlässigt werden, da es dafür kein nennenswertes Suchvolumen gibt. Nach welchen Begriffen und Wortgruppen Ihre Kunden am häufigsten Suchen verrät Ihnen der Google Keyword-Planner.

2. Automatisierte Erzeugung von SEO-Elementen:
Lassen Sie URL, Title, Description und H1-Überschrift für die Filterseiten automatisch von Ihrem Shopsystem erstellen – keyword-optimiert und am besten nach einem vorgegebenen Muster.

3. Filterseiten-Sitemap:
Um der Suchmaschine das Crawlen Ihrer Seite zu erleichtern und die neuen Filterseiten für Google besser auffindbar zu machen, lohnt sich ggf. sogar die Erstellung einer eigenen XML-Sitemap für die Filterseiten.

4. Kein JavaScript:
Damit der Bot den anklickbaren Links unter allen Umständen folgen kann, muss die Filternavi auch ohne aktiviertes JavaScript im Quellcode stehen.

Dank Filternavigation und den daraus resultierenden Seiten können Sie sich mit Ihrem Shop vor allem für zusätzliche Longtail-Keywords in den SERPs platzieren. Der Aufwand für die Umsetzung einer solchen Navi ist jedoch stark shopabhängig. Manche Systeme brauchen dafür mehr Programmiererkapazitäten, andere weniger.